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Reif für KI in der Medizin?

Reif für KI in der Medizin?

Zahntechnik , News & Markt

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Erschienen in Dental Dialogue


Das Gesundheitswesen ist bereit für KI: Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von ­jameda. Nur noch 20 % aller Befragten lehnen KI in der Versorgung ab.

jameda wollte in der Online-Befragung von 200 Ärzten und 5000 Patienten herausfinden, ob KI in der Medizin bloße Faszination ist oder echter Wandel sein kann.

Ärzte wollen Chancen nutzen

Auf die Frage, ob sie Künstliche Intelligenz im Patientenkontakt als Chance oder Risiko beurteilen, stufen 48 % der Ärzte die Technologie als Chance ein. Für 27 % bestehen sowohl Chancen als auch Risiken, während nur ein Fünftel der Befragten hauptsächlich Risiken wahrnimmt (21,7 %).

Im Hinblick auf den konkreten Zweck von KI in Praxen und Kliniken gibt es klare Antworten: 52,5 % erwarten sich Unterstützung bei der Patientendokumentation, für 45 % liegt der größte Nutzen in der Terminplanung. Weniger relevant ist die Entscheidungshilfe bei Diagnosen und Therapien (35,9 %). Keinen KI-Nutzen sehen 17,2 % der Befragten.

„KI wird uns helfen, das Gesundheitswesen effizienter zu machen“, erklärt ­jameda CEO Constanze Stypula. „Insofern freue ich mich, dass immer mehr Ärztinnen und Ärzte für die Technologie aufgeschlossen sind. Um die Erwartungen zu erfüllen, ist es für die Gesundheits-IT entscheidend, nicht nur bestehende Modelle einzubinden, sondern anhand konkreter Anwendungsfälle weiterzuentwickeln.“

Patienten: Vertrauen in Menschen

Geht es um den KI-Einsatz im Behandlungsverhältnis, zeigen sich bei Patienten ähnliche Präferenzen wie bei Ärzten. Als wichtigstes Anwendungsfeld dominiert die Terminplanung (51,9 %), gefolgt von der Dokumentation (42,8 %). Volles Vertrauen genießen Ärzte, was Diagnose- und Therapieentscheidungen betrifft. Nur 31,2 % der Patienten befürworten hier den Einsatz von KI. 19 % der Befragten sehen keinen Nutzen in KI.
Die Erwartung der Patienten, dass smarte Lösungen mehr Zeit für Sprechstunden schaffen, spiegelt sich in einer Zustimmung von 60 % wider. Ob aber auch Ärzte darin das größte Potenzial sehen, bleibt offen: 50 % sehen in KI die Chance auf mehr Patientenzeit, während 40 % ­unsicher sind, ob sie mit KI Zeit sparen, die sie für Patienten nutzen möchten.

Digitale Ausgrenzung?

„Ein erheblicher Anteil der digital affinen Patientinnen und Patienten ist gegenüber dem Einsatz von KI in der Gesundheitsversorgung offen, wenn sie mehr Zeit für persönliche Arzt-Patienten-Gespräche ermöglicht oder dem Arzt eine fundierte Entscheidungshilfe für eine bessere Versorgung liefert“, erklärt Jana Hassel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe, die sich für Patienten einsetzt.

„Es sollte in den nächsten Jahren darum gehen, gemeinsam genau diese Ziele anzugehen und umzusetzen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass viele Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen, die unsere Gesundheitsversorgung am meisten in Anspruch nehmen müssen, nicht digital affin sind oder derart große Einschränkungen haben, dass es für sie kaum möglich ist, die derzeitigen digitalen Optionen zu nutzen.“

Im Auftrag von jameda befragte das Meinungsforschungsinstitut Civey zwischen 21. März und 21. April 2025 5000 Bundesbürger ab 18 Jahren und 200 Ärzte.

Quelle: jameda

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